"Ich fände es einfach gemein, wenn man Fleisch von glücklichen Tieren essen würde, dann lieber traurige von ihrem Leid erlösen." Peach Weber, 2018

Können wir heute noch mit gutem gewissen Fleisch essen?

Natürlich ja, wenn es von Tieren stammt, die Gras von unseren Wiesen und Weiden fressen, die für den Ackerbau nicht geeignet sind. Sie helfen die Verbuschung und Verwaldung einzudämmen und erhalten somit ökologisch wertvolles Kulturland. Die Biodiversität wird nicht nur bei den Nutztieren, sondern auch in der Flora unterstützt. Oft hört die Ethik jedoch beim Portmonnaie auf - und zwar nicht nur bei Menschen mit knappem Budget. Wie schizophren wir doch manchmal sind!

 

 

 

Haltbarkeit und Lagerung Fleisch

  • Geräuchertes Fleisch wird in der Regel nicht tiefgefroren, da es auch so über längere Zeit haltbar ist.

  • Tiefgekühltes Fleisch soll grundsätzlich im Kühlschrank aufgetaut werden. Je nach Grösse des Stücks kann dies 12 bis 24 Stunden dauern. Durch schnelles Auftauen verliert Fleisch mehr Fleischsaft und wird dadurch trocken.

  • Notfalls kann ein Fleischstück in der Verpackung, unter fliessend kaltem Wasser oder im kalten Wasserbad in kürzerer Zeit aufgetaut werden. Auf keinen Fall aber sollte Fleisch gefroren gebraten oder geschmort werden, auch wenn dies bei Steaks oder Schnitzel manchmal empfohlen wird.

  • Aufgetautes Fleisch muss rasch verbraucht und darf nicht ein zweites Mal eingefroren werden.

  • Weiter Infos unter www.schweizerfleisch.ch

 

Rezepte

  • Engadinderlamm: Eine vielfältige Rezeptesammlung speziell für Engadinerlammfleisch geeignet finden Sie unter www.engadinerschaf.ch. Das im Dezember 2018 erschienene Buch "Schafgeschichte und Lammgerichte" ist sehr empfehlenswert.

 

  • Wollschwein: Lambertus Arends züchtet seit 20 Jahren Wollschweine und hat immer weider Rezepte ausprobiert. Auf der Internetseite der deutschen Wollschweinzucht, schreibt er: "Als Gourmet und Hobbykoch möchte ich meine Erfahrungen hier gerne weitergeben. Das Wollschweinfleisch ist fett! Aber gerade dieses Fett ist es, was den besonderen Geschmack des Fleisches ausmacht. Es benötigt beim Braten und schmoren schon seine Zeit. Ganz wichtig ist jedoch, die Temperatur im Backofen nicht zu hoch einzustellen. Als Höchstwert würde ich 150 Grad annehmen. Beim längeren Schmoren reichen 120 Grad völlig aus. Dabei tritt ein Grossteil des Fettes aus, das als Schmalz weitere Verwendung finden kann.
    Gewürze sind sparsam zu verwenden, da das Wollschweinfleisch von Natur aus bereits würzig und kräftig ist. Salz und Pfeffer und ein wenig Wurzelgemüse, evtl. frische Kräuter und der Braten hat alles was er braucht. Überschüssiges Fett auf dem Bratenfond lässt sich auch gut entfernen. Erschlagen wir dieses wunderbare Grundprodukt nicht mit irgendwelchen exotischen Gewürzmischungen - das hat das Wollschwein nicht nötig!"

  • Suppenhuhn: Zu empfehlen ist das Buch "Suppenhuhn, fast vergessen - neu entdeckt" (ISBN: 978-3-03780-483-4). Ein Grundrezept daraus, das je nach Saison angepasst werden kann:

  • 1 Zwiebel

  • 500 g Saisongemüse, z. B. Lauch, ­Karotten, Sellerie

  • 1Suppenhuhn

  • 3 Stängel glattblättrige Petersilie

  • 3 Zweige Thymian

  • 2 Lorbeerblätter

  • 0.5 TL Pfefferkörner

  • 1 Prise Curry

  • 1 TL Salz

  • Pfeffer, Salz zum Abschmecken

Zwiebel mit Schale quer halbieren. Mit der Schnittfläche nach unten in einer Bratpfanne stark bräunen. Gemüse gründlich putzen und ungeschält in Stücke schneiden. Huhn unter fliessendem kaltem Wasser innen und aussen spülen. Zwiebel, Gemüse, Huhn, Petersilie und alle Gewürze in eine Pfanne geben. Alles mit kaltem Wasser bedecken. Suppenhuhn knapp unter dem Siedepunkt mindestens 2 Stunden gar ziehen lassen. Entstandenen Schaum und Trübstoffe mit einer Schaumkelle abschöpfen.

 

Huhn aus der Flüssigkeit heben und etwas abkühlen lassen. Inzwischen Suppe durch ein feines Gazetuch in eine neue Pfanne giessen. Suppe bei grosser Hitze ca. 5 Minuten einkochen lassen. Das leicht abgekühlte Huhn häuten, Fleisch von den Knochen lösen und in mundgerechte Stücke zupfen und zur Suppe geben. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.